Werkstatt für Inklusion

die Werkstatt

Seit ihrer Gründung 1995 sammelt die Windrather Talschule Erfahrungen im gemeinsamen Leben und Lernen von Kindern mit vielfältigen Begabungen. Auf der Grundlage dieser Erfahrungen wird inklusive Pädagogik an fortlaufender Praxis entwickelt. Das darauf aufbauende WERKSTATT-Konzept versteht diesen Ansatz als phänomenologische Forschung im Vollzug.

Die WERKSTATT Inklusion bietet ein sechsfaches Angebot, diese phänomenologische Forschung in die Begleitung und Unterstützung von Waldorfschulen sowie einzelner Kolleginnen und Kollegen auf ihrem Weg in die Praxis inklusiver Waldorfpädagogik, einzubringen.

Fortbildungsangebote

Die WERKSTATT für WaldorflehrerInnen umfasst einen Zeitraum von zwei Jahren. Sie gliedert sich in eine grundlegende Arbeit an der Menschenkunde der Inklusion, in Übungsphasen zur Vertiefung der eigenen Wahrnehmungs- und Gestaltungsfähigkeit und in Hospitationen im Schulleben der Windrather Talschule. Dazu gehören pro Jahr drei viertägige Kompaktzeiten sowie ein Wochenende. Drei Themenwochenenden können zusätzlich optional verabredet werden. Die Delegierten der Schulen werden dabei unterstützt, ihre neuen Erfahrungen und Anliegen in der eigenen Schule fruchtbar einbringen zu können.

Die „WERKSTATT für Studierende“ wird in Zusammenarbeit mit den Ausbildungsstätten – insbesondere Hamburg, Berlin und Mannheim – entwickelt als Angebot für Studierende im Rahmen der jeweiligen Ausbildungsgänge.

Sie umfasst zwei Blockwochen und ein Wochenende und findet statt an der Windrather Talschule. In ihrer Kombination aus seminaristischem und beobachtendem Zugang gleicht sie inhaltlich der WERKSTATT für WaldorflehrerInnen und ergänzt jeweils die Ausbildungsschwerpunkte der Ausbildungsstätten durch ihren phänomenologischen Forschungsansatz.

Sie sucht in Zukunft auch nach Möglichkeiten, Angebote für die Berufsbegleitenden Seminare aufzubauen und weitere Studienstätten einzubeziehen.

Die „WERKSTATT Inklusionsassistenz“ umfasst zwei Wochenenden. Sie widmet sich der Entwicklung des neuen Berufsbildes von Inklusionsassistenten und übt an den grundlegenden Fähigkeiten, die auf diesem Gebiet gebraucht werden. Ziel ist die Förderung der Kompetenzen auf vier Gebieten:

Fantasie

für die individuelle Umsetzung der unterrichtlichen Motive
menschenkundliche und methodische Basics: der Waldorfpädagogik
Aufgabenstellungen individualisieren durch Variationen künstlerischer Umsetzung
Wahrnehmungsfähigkeit

aktiv zuhören und beobachten üben
zeitliche Dynamik beobachten
Eigenarten einzelner Kinder beobachten
charakterisieren üben durch Vergleich
Was übe ich mit „meinem“ Kind in der Einzelbegegnung?

Kommunikation

Die „WERKSTATT für Gründungsinitiativen“ widmet sich insbesondere den Entwicklungsfragen von Schulen in Gründung.

Dabei ist an ein schrittweises Angebot gedacht: Informationsveranstaltung insbesondere zur inhaltlichen Abgrenzung der Inklusion von der Integration, anschließend auf Wunsch Konkretisierung der Anregungen für das individuelle Schulkonzept sowie auch längerfristige Begleitung und Einbindung in die WERKSTATT für WaldorflehrerInnen.

Neben Veranstaltungen in der Windrather Talschule bedarf es hier der Beratungsarbeit vor Ort.